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Pyrenäen Tag 10

24 Sep 14
Uli
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10. Tag: Montag 12.08.13 / 97km, 3000hm von La Farge de Moles 850m nach Palau de Cerdagne 1200m, Camping Las Asperas.

Heute starten wir etwas früher um 8.45uhr. Herme macht heute einen Ruhetag, da er enorme Probleme mit dem Rücken hat. Es steht ein sehr langer Anstieg an, etwas über 1900hm auf 25km (da kann das Stilfserjoch einpackenJ). Es geht zuerst auf Teer, dann auf Schotter recht gleichmäßig, mit sehr schönen Ausblicken, zuerst bis 2000m. Hier machen wir eine kurze Rast und Alberto dreht um und fährt zum WOMO. Im weiteren Anstieg treffen wir mehrfach auf Qaud- und Motoradfahrer, das Geländer wirkt trotzt der Höhe von mittlerweile 2400m nicht besonders hochalpin. Erst ab 2500m ist fast keine Vegetation mehr zu sehen. Der Weg ist nun zu steil und die Höhe tut ihr übriges, wir schieben zum Pic Negre 2659m später geht es dann durch ein großes Geröllfeld teilweise Quer bis wir endlich den Berggipfel des Montorull 2761m erreichen. Ein Erlebnis das man mit dem MTB nicht oft hat. Es ist 14.00uhr und wir machen Brotzeit. Hinter uns ziehen schon erkennbar Wolken auf (und der Wetterbericht hat durchaus Gewitter für den Nachmittag vorhergesagt). Wir bleiben die erste Zeit dann immer noch auf der Höhe und fahren von einem Berggipfel zum nächsten, bis der Weg dann (zuerst schwer erkennbar) nach links Abbiegt und nun steil nach unten führt. Bis zum Refug de la Pera 2200m führt dann ein schöner Trail, ab hier geht aber eine Schotterstraße, wir versuchen auf dem GR10 zu bleiben, das ist dann aber zu viel laufen/schieben und wir wechseln wieder auf den Weg. Hier fahren wir einige Kilometer auf einem Schotterweg leicht bergab bis 1950m, kurzer Gegenanstieg auf 2050m (tragen). Ab hier geht dann ein extrem steiler Trail durch den Wald, recht verblockt und teilweise auch zugewachsen runter auf 1750m Baresa de la Farga. Es ist bereits 16.45uhr wir überqueren einen Bach und das Wetter verschlechtert sich zusehends. Von hier folgt der letzte Anstieg zuerst noch auf einem angenehmen Schotterweg, der aber immer steiler wird, nach einer kurzen Hochebene ist dann Schluss mit fahren. Wir tragen die Bikes teilweise durchs Gebüsch, es fängt bereits leicht an zu regnen und es braut sich direkt vor uns ein Gewitter zusammen. Die Kühe kommen uns schon entgegen gelaufen, aber wir sind noch im Aufstieg.  Wir sind auf knapp 2300m und sehen die Passhöhe bereits oben in einem ungeschützten Talkessel. Wir beschließen umzudrehen, da es einfach zu gefährlich wäre sich einem Berggewitter über der Baumgrenze aufzuhalten. Leider ist der Abstieg genauso beschwerlich wie der Aufstieg, nur langsam verlieren wir an Höhe. Wir stellen uns noch kurz in einer Schutzhütte unter, hier sind schon 3 Personen drin und draußen fängt es gar an zu hageln. Es ist bereits 18.45uhr. Wir ziehen die Regenklamotten an und um 20.30uhr sind wir dann auf Teerstraße taleinwärts unterwegs. Wir melden uns bei Albert, dass es spät wird. Wir müssen dann noch komplett um den Berg herum fahren und haben noch rund 40km Strecke vor uns! Mit Stirnlampen und Navi finden wir uns dann um 22.35uhr auf dem Campingplatz in Palau de Cerdagne 1200m ein. Den Pass Portella Blanca 2467m bleiben wir schuldig. Und wieder dachten wir natürlich nicht, dass die Ankunftszeit noch Steigerbar ist. Auch zu dieser späten Stunde wird noch zuerst Salat gemacht und dann Spagetti gekocht. Das Ganze wird mit nicht wenig Bier und Wein „runter gespült“. Um 1.30uhr gehen wir ins Bett und haben beschlossen, dass wir morgen erst mal gemütlich aufstehen und dann schauen, wie es weiter geht. Charly hat eine Schraube am Sattel verloren und kann nur noch im Stehen fahren.