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Pyrenäen Tag 13 und Abreise

24 Sep 14
Uli
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13. Tag: 12. Etappe: Donnerstag 15.08.13 / 90km, 1700 hm von Vallespir 200m nach Argeles sur Mer 0m, Camping wild, mitten in der Stadt!

Wir haben noch am Abend beschlossen, dass wir die letzte Etappe zumindest was die Höhenmeter betrifft etwas verkürzen, da wir nicht wieder erst bei Nacht ankommen wollten. In der Frühe liesen wir es etwas langsamer angehen und starteten um 10.00uhr. Es war wie zu erwarten sehr heiß

zuerst fuhren wir auf Nebenwegen bis Reynes  260m,  dann Anstieg  bis Puig de Fontfreda 1093, kurze Abfahrt auf 850, dann weiterer Anstieg bis Pug del a Neu 1250m. Von hier oben hatten wir dann einen tollen Blick in die Ebene und aufs Meer. Wir machen Brotzeit und genießen durchaus das Gefühl fast am Ziel zu sein. Die Abfahrten des Tages verliefen öfters durch zwar schöne aber auch mit Dornen durchsetzten Wege. Herme hatte an diesem Tag gleich 3x Plattfuß. Ab Cabrera 500m liesen wir uns dann vom Navi auf der Straße leiten, das führte uns aus unerfindlichen Gründen nicht wie erwartet nach Le Boulou  88m sondern nach Spanien La Jounquera, damit handelten wir uns noch einen Umweg von einigen Kilometern ein und auf dem Rückweg nach Frankreich mussten wir noch mal einen Anstieg bis auf knapp 300m bewältigen. Danach ging es aber von Kilometer 56 – bis ans Meer nur noch bergab. Wir fuhren das größte Stück auf einem neu angelegten Radweg, der parallel zur B 618 verläuft. Um 19.00uhr sind wir dann am Mittelmeer angekommen (500m vor dem Ziel musste Charly noch mal nachpumpen, da PlattfußJ). Nach einigem hin und her haben wir dann auch Alberto mit dem WOMO gefunden. Wir haben dann die letzte Nacht ziemlich cool in mitten der Ortschaft gecampt und sind am Abend noch mal zum Strand, Baden, Bilder machen. Leider waren dann die Strandduschen abgestellt, aber zum Glück hat Alberto auf dem Heimweg eine Gartendusche entdeckt. Am WOMO angekommen, haben wir dann schön gekocht und  den letzten sehr lauen Abend noch mal voll genossen.

Fazit: Die Pyrenäen sind landschaftlich um einiges abwechslungsreicher als die Alpen. Aber eine Infrastruktur in den Bergen ist praktisch nicht vorhanden. Ich würde die Tour sofort noch mal fahren, allerdings mit mehr Zeit im Gepäck. Unser Problem war zum, einen der der Faktor Zeit und dass wir nicht wirklich wussten was jeden Tag auf uns zu kommt (keine echte Streckenbeschreibung). Die Tour wäre ideal mit 3 Wochen, dann könnte man auch wirklich am Atlantik starten und hätte noch Luft für schlechtes Wetter.

Gesamt: ca. 968 km / 27800 hm / 12. Etappen / 1. Ruhetag / Wetter bis auf 2x Gewitter immer super / Gefahrene Km mit dem WOMO ca. 3500 / ca. 480Liter Diesel / ca. 500 Dosen Bier / 30 Liter Wein / 12kg Spagetti / Ges. KM aller Fahrräder ca. 6000 / 4 aufgeschlitzte Reifen / 1 verbogenes Schaltwerk / ca. 20 x Plattfuß / ein Speichenbruch / div. blaue Flecken / div. Risswunden meist von Dornenbüschen /alles in allem also nichts schlimmer passiertJ.

Ich hoffe, wir kommen irgendwann wieder! Denn eine Rechnung ist noch auf, wir haben den höchsten Übergang Puigmal 2910m am Ruhetag ausgelassen!