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Pyrenäen Tag 8

24 Sep 14
Uli
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8.Tag: Samstag 10.08.13 / 58km, 2800hm, von Esterrri Da Aneu  950m bis Alins 1080m, Camping Vall Ferrera. Heute ist D-Day DownhilltagJJ

Wir starten am Campingplatz um 9.00uhr und müssen zuerst zurück nach Esterri Da Aneu, hier fahren wir im Schatten (weswegen es zu Anfang noch recht frisch war) auf einer netten Teerstraß über  Unarre 1200m nach Burgo 1450m, ab hier wechselt der Belag auf Schotter hoch bis zum Col de Campirme 2024m, weiter bergauf folgen bis auf 2240m lo Galbo. Der Anstieg ist problemlos fahrbar, auch wenn er gesamt fast 20km lang und knapp 1400hm hat. Oben am Gipfel stehen dann viel häßlich Antennen, aber wir setzen uns einfach mit dem Rücken zu diesen und genießen die umliegende Bergschau. Es ist 12.00uhr und wir machen Brotzeit. Alberto verabschiedet sich und wir stürzen uns in die Abfahrt. Zuerst noch etwas zugewachsen wird er Weg aber immer besser  fahrbar und  geht nach etwas Wald (und einigen Ästen) in eine offene Wiesenlandschaft über, hier können wir dann auf einem genialen Trail absurfen, lediglich die Dornenbüsche, welche immer wieder auftauchen, machen etwas Sorge zwecks Plattfuß……  noch weiter unten wechselt der Trail dann auf Fels, der aber perfekt ausgewaschen bzw. bearbeitet wurde, damit man mit einem Bike mit viel Spaß und ohne allzu großes Risiko fahren kann.  Nach 1000hm spuckt uns der bis dahin schönste Trail der Tour wieder in dem kleinen Weiler Easton 1250m aus, hier können wir dann auch unsere Flaschen füllen. Nach einem kurzen Stück Teerabfahrt geht der Trail aber noch mal im Wald weiter. Dann hab ich leider Plattfuß und zeitgleich hat Herme einen Speichenbruch. Zum Glück hat er Ersatz dabei. Ich fülle nur Dichtmittel in den Schlauch fahre erst mal weiter. In Cassibros 930m ist die Abfahrt zu ende, wir müssen aber nur die Straße überqueren und sind schon im zweiten Anstieg des Tages, der wiederum 15km lang und noch mal 1300hm hat. Leider verliert mein Hinterreifen wieder Luft und wir müssen den Schlauch wechseln, was leider nicht so einfach ist, da der Mandel nur mit 3 Mann von der Felge zu wuchten ist. Aber es gelingt und ich kann weiter fahren. Der Uphill ist wiederum recht gut fahrbar, während es im unteren Bereich noch sehr heiß war, werden die Temperaturen mit zunehmender Höhe wieder angenehmer.

Wir sind um 18.15uhr oben 2335m und machen noch mal Brotzeit. Dann geht es erst mal auf der Kammhöhe zum Cole de Tdela 2245m, hier fahren wir über eine Schafweide, dann sehen wir ein Hinweisschild und biegen in den Wald ein. Es ist schon 19.00uhr und wir hoffen, dass wir einen ähnlich schönen Trail vorfinden wie bei der ersten Abfahrt. Was nun folgt ist die schönste Waldabfahrt der ganzen Tour, wiederum 1100hm Abfahrt mit ganz kurzen Schiebestücken komplett fahrbar. Leider übertreibt es Herme einmal und er fährt in ein Ultra steiles Stück ein, verliert dann die Kontrolle und landet im Gebüsch, was zum Glück ohne Folgen bleibt. Um 19.45uhr kommen wir mit breitem Grinsen in der kleinen Ortschaft Are 1250m wieder auf Teer und müssen jetzt noch 5km auf der L-510 nach Alins 1100m abfahren. Um 20.00uhr sind wir auf dem Camping und wir sind uns einig, dass das heute vom Biken her der mit Abstand schönste Tag war. Wir kochen und waschen auch mal wieder die Wäsche (nach dem es hier am Camping auch Maschinen dazu gibtJ). Abends sitzen noch lange draußen.