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Pyrenäen Tag 13 und Abreise

24 Sep 14
Uli
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13. Tag: 12. Etappe: Donnerstag 15.08.13 / 90km, 1700 hm von Vallespir 200m nach Argeles sur Mer 0m, Camping wild, mitten in der Stadt!

Wir haben noch am Abend beschlossen, dass wir die letzte Etappe zumindest was die Höhenmeter betrifft etwas verkürzen, da wir nicht wieder erst bei Nacht ankommen wollten. In der Frühe liesen wir es etwas langsamer angehen und starteten um 10.00uhr. Es war wie zu erwarten sehr heiß

zuerst fuhren wir auf Nebenwegen bis Reynes  260m,  dann Anstieg  bis Puig de Fontfreda 1093, kurze Abfahrt auf 850, dann weiterer Anstieg bis Pug del a Neu 1250m. Von hier oben hatten wir dann einen tollen Blick in die Ebene und aufs Meer. Wir machen Brotzeit und genießen durchaus das Gefühl fast am Ziel zu sein. Die Abfahrten des Tages verliefen öfters durch zwar schöne aber auch mit Dornen durchsetzten Wege. Herme hatte an diesem Tag gleich 3x Plattfuß. Ab Cabrera 500m liesen wir uns dann vom Navi auf der Straße leiten, das führte uns aus unerfindlichen Gründen nicht wie erwartet nach Le Boulou  88m sondern nach Spanien La Jounquera, damit handelten wir uns noch einen Umweg von einigen Kilometern ein und auf dem Rückweg nach Frankreich mussten wir noch mal einen Anstieg bis auf knapp 300m bewältigen. Danach ging es aber von Kilometer 56 – bis ans Meer nur noch bergab. Wir fuhren das größte Stück auf einem neu angelegten Radweg, der parallel zur B 618 verläuft. Um 19.00uhr sind wir dann am Mittelmeer angekommen (500m vor dem Ziel musste Charly noch mal nachpumpen, da PlattfußJ). Nach einigem hin und her haben wir dann auch Alberto mit dem WOMO gefunden. Wir haben dann die letzte Nacht ziemlich cool in mitten der Ortschaft gecampt und sind am Abend noch mal zum Strand, Baden, Bilder machen. Leider waren dann die Strandduschen abgestellt, aber zum Glück hat Alberto auf dem Heimweg eine Gartendusche entdeckt. Am WOMO angekommen, haben wir dann schön gekocht und  den letzten sehr lauen Abend noch mal voll genossen.

Fazit: Die Pyrenäen sind landschaftlich um einiges abwechslungsreicher als die Alpen. Aber eine Infrastruktur in den Bergen ist praktisch nicht vorhanden. Ich würde die Tour sofort noch mal fahren, allerdings mit mehr Zeit im Gepäck. Unser Problem war zum, einen der der Faktor Zeit und dass wir nicht wirklich wussten was jeden Tag auf uns zu kommt (keine echte Streckenbeschreibung). Die Tour wäre ideal mit 3 Wochen, dann könnte man auch wirklich am Atlantik starten und hätte noch Luft für schlechtes Wetter.

Gesamt: ca. 968 km / 27800 hm / 12. Etappen / 1. Ruhetag / Wetter bis auf 2x Gewitter immer super / Gefahrene Km mit dem WOMO ca. 3500 / ca. 480Liter Diesel / ca. 500 Dosen Bier / 30 Liter Wein / 12kg Spagetti / Ges. KM aller Fahrräder ca. 6000 / 4 aufgeschlitzte Reifen / 1 verbogenes Schaltwerk / ca. 20 x Plattfuß / ein Speichenbruch / div. blaue Flecken / div. Risswunden meist von Dornenbüschen /alles in allem also nichts schlimmer passiertJ.

Ich hoffe, wir kommen irgendwann wieder! Denn eine Rechnung ist noch auf, wir haben den höchsten Übergang Puigmal 2910m am Ruhetag ausgelassen!

Pyrenäen Tag 12

24 Sep 14
Uli
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12.Tag:  11. Etappe: Mittwoch 14.08.13 /  100km 2800hm von Vallter 2000 nach Arles Sur Tech 250m,  Camping La Vallespir.

Wir haben  in Valter 2000 auf einem großen Parkplatz übernachtet, das Problem war, hier das Zelt von Charly und Stefan aufzustellen, aber mit Kabelbindern und Steinen ist das dann auch geglückt. Nach dem Abendessen sind wir dann ins WOMO gesessen, da es doch sehr kalt wurde. Nachts hat es auf ca. 4° abgekühlt. Gestartet sind wir dann um 8.30uhr. Von hier mussten wir knapp 500hm aufsteigen hiervon ca. 200hm tragen. Dann sind wir auf einer 15km langen Hochebene angekommen und folgen dem HRP Weg. Die Hochebene hatte sogar keinen Hockalpinen Charakter dennoch es ging immer wieder auf und ab und teilweise war es so verblockt, dass wir sogar tragen mussten. Albert hat hier mal umgekehrt und ist zum WOMO abgefahren. Dann hatte Herme einen aufgeschlitzten Reifen. Alles in allem sind wir nur sehr langsam vorangekommen. Es ist bereits 12.00uhr und wir haben erst 20km und 700hm geschafft. Ab dem Pic de la Rquette 2100m zuerst Schotterabfahrt  auf dem HPR bis Refuge de Mariailles 1718m, dann Trail  (auch  mit schieben) bis zum Col de Jou 1154m, dann auf Straße D116 bis Vernet 670m. Es ist 14.30uhr und wir machen Brotzeit. Es ist brüllend heiß und zum Glück können wir an einem Brunnen unsere Flaschen füllen. Denn der nächste Anstieg ist ein Sonnenhang!  Zuerst auf Straße D27 Bies Fillols 800m ab hier beginnt ein offizieller MTB Weg. Ab 1000m fahren wir dann im Wald über Refuge de Balaig 1582m. Hier hat Herme noch mal Plattfuß. Oben am Pass Ras dels Crotalets 2150m haben wir einen schönen Blick in die Ebene und aufs Meer. Es ist bereits 18.15uhr wir sind noch auf 1700m und haben erst 60km geschafft. Wir überlegen einige Zeit ev. die Route abzuändern, da klar ist, dass es wohl wieder Nacht wird. Die Alternativen sehen aber auch nicht besonders aus also folgen wir weiter dem GR10 in den Wald bis IÉstanyol 1479m, bis hierhin war nur wenig fahrbar und das sollte sich nur selten ändern. Teilweise hatten wir,  trotz (oder auch wegen) 5 Navis, Probleme den Weg zu finden. Die Zeit arbeitete gegen uns, noch ein Tragestück, dann konnten wir (im Wald war es bereits dunkel) den letzten Gegenanstieg im Vollmond sehen. Also noch mal hoch nach Batere 1350m. Von hier ging es fast 30km nur noch Bergab. Die ersten 10km konnten wir noch ohne Stirnlampen fahren, zum Glück war die ganze Abfahrt ein recht gut fahrbarer leicht Sandiger Weg, allerdings braucht man bei Nach für eine solche Abfahrt deutlich mehr Zeit als bei Tageslicht. Ein kurzer Schockmoment war dann die Begegnung mit einer Wildschweinrotte welche über den Weg rannte. Wir waren wohl selten so glücklich auf einer Teerstraße zu landen (auf ca. 600m). Genau um 23.00uhr sind wir in Arles Sur Tech auf die Hauptstraße eingebogen und genau jetzt wurde ein Feuerwerk abgebrannt (das war ein würdiger Empfang für unsJ) 15 Minuten später waren wir dann auch auf unserem Campingplatz Vallespir 250m.  Albert war sichtlich froh, dass alle wohl auf waren. Wie üblich haben wir dann noch gekocht und super lecker gegessen, Bier und Wein durfte natürlich auch nicht fehlen.

Pyrenäen Tag 11

24 Sep 14
Uli
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Geplant, aber wegen Wetter und technischer Probleme ausgelassen, statt dessen Ruhetag bzw. Ausrüstung in Ordnung bringen, am späten Nachmittag dann WOMO Transfer nach Vallter 2000.

11.Etappe: 55 km, 2600 hm

Palau de Cerdagne  – Vallter 2000

Heute gleich der Hammeranstieg auf knappt 30km von 1100m zum höchsten Punkt der Tour auf 2910m Puigmal DÉrr.  Auf der D30 über Valcebollere 1500, bis Coma Morere 2208m noch auf Teer. Dann direkt auf der Grenze Frankreich / Spanien auf Schotter bis zur Paßhöhe Puigmal 2910m. Trailabfahrt nach Nuria 1950m. Von hier nächster Anstieg  jetzt wieder auf dem GR11 bis auf 2300m Schotter dann vermutlich schieben bis Coll de Nuofonts 2652m, auf Hochebene bis zum Coll de la Vaca 2826m,  kurze Abfahrt auf 2400m, dann noch mal Anstieg bis auf 2529m Coll de la Marrana. Von hier Trailabfahrt bis Vallter 2000.

Pyrenäen Tag 10

24 Sep 14
Uli
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10. Tag: Montag 12.08.13 / 97km, 3000hm von La Farge de Moles 850m nach Palau de Cerdagne 1200m, Camping Las Asperas.

Heute starten wir etwas früher um 8.45uhr. Herme macht heute einen Ruhetag, da er enorme Probleme mit dem Rücken hat. Es steht ein sehr langer Anstieg an, etwas über 1900hm auf 25km (da kann das Stilfserjoch einpackenJ). Es geht zuerst auf Teer, dann auf Schotter recht gleichmäßig, mit sehr schönen Ausblicken, zuerst bis 2000m. Hier machen wir eine kurze Rast und Alberto dreht um und fährt zum WOMO. Im weiteren Anstieg treffen wir mehrfach auf Qaud- und Motoradfahrer, das Geländer wirkt trotzt der Höhe von mittlerweile 2400m nicht besonders hochalpin. Erst ab 2500m ist fast keine Vegetation mehr zu sehen. Der Weg ist nun zu steil und die Höhe tut ihr übriges, wir schieben zum Pic Negre 2659m später geht es dann durch ein großes Geröllfeld teilweise Quer bis wir endlich den Berggipfel des Montorull 2761m erreichen. Ein Erlebnis das man mit dem MTB nicht oft hat. Es ist 14.00uhr und wir machen Brotzeit. Hinter uns ziehen schon erkennbar Wolken auf (und der Wetterbericht hat durchaus Gewitter für den Nachmittag vorhergesagt). Wir bleiben die erste Zeit dann immer noch auf der Höhe und fahren von einem Berggipfel zum nächsten, bis der Weg dann (zuerst schwer erkennbar) nach links Abbiegt und nun steil nach unten führt. Bis zum Refug de la Pera 2200m führt dann ein schöner Trail, ab hier geht aber eine Schotterstraße, wir versuchen auf dem GR10 zu bleiben, das ist dann aber zu viel laufen/schieben und wir wechseln wieder auf den Weg. Hier fahren wir einige Kilometer auf einem Schotterweg leicht bergab bis 1950m, kurzer Gegenanstieg auf 2050m (tragen). Ab hier geht dann ein extrem steiler Trail durch den Wald, recht verblockt und teilweise auch zugewachsen runter auf 1750m Baresa de la Farga. Es ist bereits 16.45uhr wir überqueren einen Bach und das Wetter verschlechtert sich zusehends. Von hier folgt der letzte Anstieg zuerst noch auf einem angenehmen Schotterweg, der aber immer steiler wird, nach einer kurzen Hochebene ist dann Schluss mit fahren. Wir tragen die Bikes teilweise durchs Gebüsch, es fängt bereits leicht an zu regnen und es braut sich direkt vor uns ein Gewitter zusammen. Die Kühe kommen uns schon entgegen gelaufen, aber wir sind noch im Aufstieg.  Wir sind auf knapp 2300m und sehen die Passhöhe bereits oben in einem ungeschützten Talkessel. Wir beschließen umzudrehen, da es einfach zu gefährlich wäre sich einem Berggewitter über der Baumgrenze aufzuhalten. Leider ist der Abstieg genauso beschwerlich wie der Aufstieg, nur langsam verlieren wir an Höhe. Wir stellen uns noch kurz in einer Schutzhütte unter, hier sind schon 3 Personen drin und draußen fängt es gar an zu hageln. Es ist bereits 18.45uhr. Wir ziehen die Regenklamotten an und um 20.30uhr sind wir dann auf Teerstraße taleinwärts unterwegs. Wir melden uns bei Albert, dass es spät wird. Wir müssen dann noch komplett um den Berg herum fahren und haben noch rund 40km Strecke vor uns! Mit Stirnlampen und Navi finden wir uns dann um 22.35uhr auf dem Campingplatz in Palau de Cerdagne 1200m ein. Den Pass Portella Blanca 2467m bleiben wir schuldig. Und wieder dachten wir natürlich nicht, dass die Ankunftszeit noch Steigerbar ist. Auch zu dieser späten Stunde wird noch zuerst Salat gemacht und dann Spagetti gekocht. Das Ganze wird mit nicht wenig Bier und Wein „runter gespült“. Um 1.30uhr gehen wir ins Bett und haben beschlossen, dass wir morgen erst mal gemütlich aufstehen und dann schauen, wie es weiter geht. Charly hat eine Schraube am Sattel verloren und kann nur noch im Stehen fahren.

Pyrenäen Tag 9

24 Sep 14
Uli
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  1. Tag: Sonntag 11.08.13 / 65km, 2300hm, von Alins 1100m nach La Varge De Moles 900m, Camping Frontera.

Nach dem für heute das Original Roadbook nur eine ganz kurze Etappe von gerade mal 35km mit 700hm vorgesehen hätte, haben wir nun die Möglichkeit wieder in den Zeitplan zu kommen.

Nach dem ich am Morgen noch meine Bremsbeläge (waren bis zum Metall abgefahren) ausgetauscht habe, starten wir wie üblich um kurz nach 9.00uhr. Zuerst geht es auf Teer durch eine wunderschöne Schlucht nach einer kurzen Abfahrt geht es dann auf Schotter über Tor 1600m (ein sehr schöner alter Weiler), hier fahren wir dann auch nach Andorra ein die Schotterstraße geht hoch  bis auf 2273m Port de Gabus. Hier fahren auch immer wieder Geländewagen und Motorräder hoch. Oben angekommen (es ist 11.45uhr) machen wir wie Üblich Brotzeit. Hier sehen wir dann, dass von der anderen Seite eine Teerstraße hoch kommt. Wir genießen die herrliche Aussicht und Albert fährt wie üblich zurück zum WOMO. Die Abfahrt geht zuerst auf Teer, wechselt dann aber auf Schotter und verirrt sich für kurze Zeit in einem wenig fahrbaren Wald. Das ist aber nur ein kurzes Stück.  Dann fängt sich Charly (mit dem einzigen Stein der weit und breit rum liegt) einen Plattfuß ein.  Wir fahren meist auf Schotter und zuletzt noch auf einem kurzen sehr schönen Trail ab bist nach Os de Civis 1500m. Hier können wir noch mal die Faschen füllen, was wegen der Hitze auch wirklich notwendig ist. Zuerst fahren wir auf Teer dann auf Schotter zum Col de Areas 2150m. Hier oben (es ist 16.00uhr) gönnen wir uns mal ein ausgedehntes Päuschen und genießen die tolle Landschaft. Von hier aus sollte es eigentlich nur noch 25km auf Schotter / Teer zum Camping 850m abwärts gehen, so dass wir keine Eile haben müssen.  Beim Blick in die Landschaft vermisse ich aber etwas die hochalpinen Berge, da wir in den nächsten 2 Etappen die folgen sollten eigentlich erst auf die höchsten Berge der ganzen Tour stoßen sollten. Etwas Später an einem Mirador sieht man dann aber in der Ferne einen riesigen Grantiblock der Hochalpines verspricht. Die Abfahrt führt dann durch eine herrliche Schlucht auf den Campingplatz la Farga de Moles 850m. Wir haben zwischendurch zwar festgestellt, dass der original Track meistens wohl im Hang verlaufen würde aber wir lassen es einfach auf der Straße laufen und sind daher heute schon um 17.30uhr auf dem Camping (Frontera), es waren ja auch „nur“ 2300hm……. Man gewöhnt sich dann doch an die Höhenmeter. Langsam merkt man auch, dass wir Richtung Mittelmeer kommen, der Campingplatz ist leicht Assi und es hat hier 36°!

Pyrenäen Tag 8

24 Sep 14
Uli
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8.Tag: Samstag 10.08.13 / 58km, 2800hm, von Esterrri Da Aneu  950m bis Alins 1080m, Camping Vall Ferrera. Heute ist D-Day DownhilltagJJ

Wir starten am Campingplatz um 9.00uhr und müssen zuerst zurück nach Esterri Da Aneu, hier fahren wir im Schatten (weswegen es zu Anfang noch recht frisch war) auf einer netten Teerstraß über  Unarre 1200m nach Burgo 1450m, ab hier wechselt der Belag auf Schotter hoch bis zum Col de Campirme 2024m, weiter bergauf folgen bis auf 2240m lo Galbo. Der Anstieg ist problemlos fahrbar, auch wenn er gesamt fast 20km lang und knapp 1400hm hat. Oben am Gipfel stehen dann viel häßlich Antennen, aber wir setzen uns einfach mit dem Rücken zu diesen und genießen die umliegende Bergschau. Es ist 12.00uhr und wir machen Brotzeit. Alberto verabschiedet sich und wir stürzen uns in die Abfahrt. Zuerst noch etwas zugewachsen wird er Weg aber immer besser  fahrbar und  geht nach etwas Wald (und einigen Ästen) in eine offene Wiesenlandschaft über, hier können wir dann auf einem genialen Trail absurfen, lediglich die Dornenbüsche, welche immer wieder auftauchen, machen etwas Sorge zwecks Plattfuß……  noch weiter unten wechselt der Trail dann auf Fels, der aber perfekt ausgewaschen bzw. bearbeitet wurde, damit man mit einem Bike mit viel Spaß und ohne allzu großes Risiko fahren kann.  Nach 1000hm spuckt uns der bis dahin schönste Trail der Tour wieder in dem kleinen Weiler Easton 1250m aus, hier können wir dann auch unsere Flaschen füllen. Nach einem kurzen Stück Teerabfahrt geht der Trail aber noch mal im Wald weiter. Dann hab ich leider Plattfuß und zeitgleich hat Herme einen Speichenbruch. Zum Glück hat er Ersatz dabei. Ich fülle nur Dichtmittel in den Schlauch fahre erst mal weiter. In Cassibros 930m ist die Abfahrt zu ende, wir müssen aber nur die Straße überqueren und sind schon im zweiten Anstieg des Tages, der wiederum 15km lang und noch mal 1300hm hat. Leider verliert mein Hinterreifen wieder Luft und wir müssen den Schlauch wechseln, was leider nicht so einfach ist, da der Mandel nur mit 3 Mann von der Felge zu wuchten ist. Aber es gelingt und ich kann weiter fahren. Der Uphill ist wiederum recht gut fahrbar, während es im unteren Bereich noch sehr heiß war, werden die Temperaturen mit zunehmender Höhe wieder angenehmer.

Wir sind um 18.15uhr oben 2335m und machen noch mal Brotzeit. Dann geht es erst mal auf der Kammhöhe zum Cole de Tdela 2245m, hier fahren wir über eine Schafweide, dann sehen wir ein Hinweisschild und biegen in den Wald ein. Es ist schon 19.00uhr und wir hoffen, dass wir einen ähnlich schönen Trail vorfinden wie bei der ersten Abfahrt. Was nun folgt ist die schönste Waldabfahrt der ganzen Tour, wiederum 1100hm Abfahrt mit ganz kurzen Schiebestücken komplett fahrbar. Leider übertreibt es Herme einmal und er fährt in ein Ultra steiles Stück ein, verliert dann die Kontrolle und landet im Gebüsch, was zum Glück ohne Folgen bleibt. Um 19.45uhr kommen wir mit breitem Grinsen in der kleinen Ortschaft Are 1250m wieder auf Teer und müssen jetzt noch 5km auf der L-510 nach Alins 1100m abfahren. Um 20.00uhr sind wir auf dem Camping und wir sind uns einig, dass das heute vom Biken her der mit Abstand schönste Tag war. Wir kochen und waschen auch mal wieder die Wäsche (nach dem es hier am Camping auch Maschinen dazu gibtJ). Abends sitzen noch lange draußen.

Pyrenäen Tag 7

24 Sep 14
Uli
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  1. Tag: Freitag 09.08.13 / 71km, 2000hm, von Arros 850m nach Esterri da Aneu 950m, Camping La Presalla.

Nach dem gestern doch sehr heftig war und wir diverse  Dinge richten müssen (unter anderem muss ich einen neuen Reifen aufziehen), bzw. wir auch noch die Ausrüstung trocknen müssen. Haben wir beschlossen die Planung etwas abzuändern, so dass wir nicht die ganzen 90km mit 2700hm fahren.

Der Track von folgt fast den ganzen Tag einem offiziellen MTB Weg und das verspricht eigentlich keine zu heftige Anstieg und vor allem gut fahrbare Abfahrten. Stefan  macht heute einen Ruhetag und begleitet Alberto im WOMO. Wir starten recht gemütlich um 10.30uhr Aufstieg auf  einer schmalen Teerstraße mit leider recht viel Autoverkehr bis auf 1600m. Ab hier ist dann Schluss mit PKW Verkehr und der Belag wechselt auf Schotter, Alberto dreht wie üblich um und fährt zum WOMO zurück. Wir fahren weiter hoch bis zum Pass  Mals de Varados  2030m es ist 14.45uhr und wir machen Brotzeit und genießen die Ausblicke in eine absolut atemberaubende Landschaft. Hier hat es auf knapp über 2000m noch Altschneefelder! Zuerst ist die Abfahrt nach Bargergue 1450m, noch auf Schotter, wechselt dann aber in einen Wiesentrail der ist größtenteils auch super fahrbar und macht richtig Spaß. Rechtzeitig  um 15.30uhr kommen wir durch eine kleine Ortschaft und gönnen uns einen Kaffee und ein Eis, es ist ziemlich heiß. Gleich nach der Ortschaft geht es dann zuerst extrem steil, später dann immer einem Schotterweg neben der Straße folgend moderat bergauf. Wir haben tolle ausblicke in diverse Nebentäler und sehen auch einige Skigebiete. Auf 1860m am Refugio Montgarri angekommen fahren wir zuerst durch eine kleine Hochebene dann kurz auf Teer, den Rest dann aber auf einem Schotterweg. Insgesamt  35km Abfahrt mit kleinen Nebenanstiegen über Isil 1200m, nach Esterri Da Aneu 950m. Wir treffen am Campingplatz um 18.45uhr ein. Heute war dann doch eher mal eine weniger anstrengende EtappeJ

Pyrenäen Tag 6

21 Jun 14
Uli
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  1. Tag: Donnerstag 08.08.13 / 96km, 3600 Hm von Gistain Camping 850m nach Arros 850m, Camping Pont de Arros.

Der erste Anstieg des Tages geht vom Camping 850m nach  Plan 1100m auf Teer, ab hier dann Schotter bis  Cerro Marradetas 2008m hier machen wir um 12.30uhr Mittag und Albert fährt wieder ab zum WOMO. Wir fahren zuerst ab auf einem breiten Schotterweg, bis zu einem sehr schönen Wasserfall, hier hat Charly mal wieder einen Plattfuß so kommen wir zu einer kleinen Pausse. Wir überqueren den Bach und fahren auf einem super Waldtrail ab bis kurz vor Sahun 1150m, hier geht es auf Teerstraße auch gleich wieder bergauf aber plötzlich höre ich ein lautes zischen und mein Hinterreifen ist platt. Mir hat es den Mantel mitten auf der Lauffläche um ca. 3cm aufgeschlitzt! Wir können das notdürftig reparieren, und ich fahre den Rest des Tages mit einem sehr unguten Gefühl weiter (wenn ich gewusst hätte was heute noch alles kommt, hätt ich wohl Alberto angerufen, er soll mich abholen). Nach der Reparatur fahren wir  weiter, es ist kurz vor 15.00 und wir haben noch einiges vor uns, so verzichten wir auf einen Kaffeestopp (was auch völlig richtig war), die Straße geht sehr gleichmäßig bergauf und der Track verlässt nach dem Stausee die Straße und wechselt wieder auf Schotter aber wir beschließen auf der Straße zu bleiben, da wir hier schneller vorankommen. Zusätzlich holt uns noch von Tal her schlechtes Wetter ein. Es fängt leicht an zu Regnen und wir nutzen die Möglichkeit an einer Bushaltestelle unter zu stehen und noch mal Brotzeit zu machen. Es ist 16.45uhr, wir sind auf knapp 1900m, müssen aber noch über einen Pass bis auf 2444m! Bis Hospital de Benasque 1950m kann man fahren aber dann geht nur noch Schieben und tragen, das Gelände wird zum Schluss extrem hochalpin. Das Wetter hat sich etwas beruhigt aber es geht ein kalter Wind der Blick wandert aber immer wieder durch einen absolut beeindruckenden Bergkessel und  es wird klar, weswegen weiter unten jede Menge Wanderer unterwegs waren. Oben am Port de Benasque 2444m angekommen begrüßt uns dann starker Nebel von der Gegenseite, es hat noch 4°, und es ist bereits kurz vor 19.00uhr! Der Blick in die Abfahrt  verheißt nichts Gutes, man sieht im ersten Moment nur riesige Felsblöcke, ich habe schon Angst wir brauchen ein Seil. Das Ganze ist dann aber doch halb so schlimm, da tatsächlich bis zur Passhöhe Serpentinen angelegt sind. Schon nach wenigen HM zu Fuß wird der Trail fahrbar und man kann sagen, die folgende Abfahrt war eine der besten der ganzen Tour. Hier hat es deutlich mehr Kehren als am 153er am Monte Grappa. Wir fahren ab bis zum Hospize de France 1250m, es ist schon nach 20.15uhr und wir haben noch mal 400hm Gegenanstieg, davon noch mal 200hm schieben, erst nach 21.00uhr erreichen wir den Cap des Antenes 1750m es ist schon fast Nacht! So schnell als möglich fahren wir ab, zum Glück handelt es sich um einen schönen breiten Schotterweg, als wir dann aber auf 1400m in die Passstraße einbiegen, müssen Mr. Lampe und Charly die Stirnlampen rausholen wir fahren weiter ab bis Bossost 650m um 21.45uhr kommen wir in Aros 850m an Auf den letzten 10km hatten wir auch noch 200hm Gegenanstieg. Alberto hat wie immer das Bier kalt gestellt und wir bzw. Stefan und Herme beginnen sofort mit dem Kochen. Nach dem noch alle geduscht haben geht’s um 1.00uhr ins Bett. Und mein Reifen hat wirklich durchgehaltenJ. Wir dachten natürlich nicht, dass die Ankunftszeit noch Steigerbar ist….

Pyrenäen Tag 5

21 Jun 14
Uli
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  1. Tag: Mittwoch 07.08.13 / 75km, 2100 hm, von Torla 950m nach Gistain 830m, Camping Los Vives.

Vom Camping Rio Ara in Torla 1020m geht es direkt in den Ordesa Nationalpark zum Landschaftlichen Highlihgt der Tour. Normalerweise ist in Spanien in allen Nationalparks Bike verbot, aber nach dem auf diesem Weg sogar Touristen mit Allradbussen hochgefkarrt werden ist das Biken hier ausnahmsweise erlaubt. Zuerst noch auf Teer, dann auf Schotter,  anfangs extrem steil, später aber recht moderater Anstieg mit immer wieder herrlichen Ausblicken, auf 1800m ist dann der 1. Mirador (Aussichtspunkt). Man blickt hier in den Canyon de Avaza  mehrere hundert Meter tief. Und auf der gegenüberliegenden Seite sieht man unglaubliche Felstürme, alles in allem erinnert es etwas an den Grand Canyon in den USA. Wir fahren noch bis zum nächsten Aussichtspunkt auf 2150m und machen um 12.30uhr Brotzeit, Alberto verabschiedet sich wieder und fährt zum WOMO. Wir machen uns an die letzten 150hm Aufstieg und kaum in der Abfahrt, ändert sich die Landschaft komplett.  Oberhalb von Nerin 1300m gibt es noch mal einen Blick in Europas tiefste Schlucht, leider dürfen wir auf der Straße hier nicht abfahren, da Einbahnstraße. Wir nehmen den ausgeschilderten Weg und müssen noch einige Hm extra fahren. Wir nutzen die Gelegenheit und trinken in dem kleinen Ort Buerba 1000m erst mal Kaffee, zumal es gerade 15.00uhr ist. Danach fahren wir auf einer teilweise sehr schlechten Teerstraße zuerst noch mal 300hm hoch und dann ab bis auf 650m nach Escalona ab. Hier so tief unten ist es heiß wie im Backofen. Um im Zeitplan zu bleiben, haben wir beschlossen einen Berg, der heute noch 1000hm gebracht hätte einfach weg zu lassen und „außen rum“ zu fahren. Ab Escalona finden wir auf der anderen Flussseite einen schönen Wanderweg im Wald, der macht zwar viel Spaß zu fahren, kostet aber auch Kraft, da es permanent leicht bergauf geht. Vor wir dann wieder auf die Teerstraße wechseln fahren wir noch den „Epic-Trail“, der leider nicht Episch – aber doch ganz nett ist. Als wir in Lavortunata wieder auf die Straße wechseln, ruft Alberto an um uns mitzuteilen, dass am vorgesehenen Ziel in La Plan kein Camping möglich ist. Ich schaue in die Karte und wir einigen uns auf den Camping Los Vives bei Gistain 850m. Das hat zur Folge, dass wir nur noch 10km und 200hm zu fahren haben,  während Alberto noch den ganzen Pass mit dem WOMO abfahren muss.  Wir sind dann tatsächlich 5 Minuten vor Alberto auf dem Campingplatz J auch wenn Mr. Lampe dabei aufgerieben wurde. Heute sind wir schon kurz nach 18.00uhr im Ziel und durch die Abkürzung sind wir auch wieder voll im Zeitplan. Pünktlich zum Abendessen überrascht uns dann noch ein Gewitter, das geht aber schnell vorbei. Die Sanitäranlagen auf dem Campingplatz sind absolut spitze. Wir sitzen wie üblich noch lange draußen und genießen den Abend (damit sollte es morgen Abend nichts werden….).

Pyrenäen Tag 4

21 Jun 14
Uli
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  1. Tag: Dienstag 06.08.13 / 40km, 1400hm von Escarra 1100m, nach Torla 950m, Camping Rio Ara.

Nach dem die letzten Tage doch sehr anstrengend waren haben wir beschlossen den heuten Tag bzw. die Etappe auf die Hälfte zu reduzieren, so dass nur ein Berg zu bewältigen ist. Wir starten wieder um 9.00uhr und fahren auf der Straße bis Panticosa 1200m, dann biegen wir auf eine Schotterstraße ein und fahren durch ein sehr schönes Tal, mit herrlichen Ausblicken bis auf 1700m hier biegt der Track plötzlich von dem Weg ab und wechselt die Talseite, leider können wir dort aber keinen rechten Weg erkennen, erst nach näherem Hinschauen (und es verheißt aus der Entfernung nichts Gutes). Alberto kehrt wie üblich um und wünscht uns noch viel Glück. Der Weg ist dann aber gar nicht so schlimm wie befürchtet, als es weiter oben in den Fels geht sind Serpentinen angelegt und wir können die Bikes gut tragen, insgesamt folgen wir immer dem GR11 um 12.00uhr machen wir ca. 200hm unter dem Pass ausgiebig Brotzeit und genießen die tolle Aussicht und vor allem die Einsamkeit, heute haben wir bisher nur 4 Wanderer gesehen. Die letzten Hm zum Pass, Collado de Tendenéra 2300m, müssen wir dann die Bikes nochmals tragen. Die Abfahrt folgt ebenfalls dem GR11 zuerst recht gut fahrbar, dann immer mal wieder auch schieben, nach dem wir das Hochalpine Geländer verlassen habenfahren wir über sehr langgezogene immer Quer zum Hang verlaufende Wiesentrails durch teilweise herrliche Blumenfelder. Hier treffen wir noch eine Gruppe von Wanderern, die haben nicht allzu viel Ausrüstung dabei und fragen uns nach dem Weg. Ich ziehe die Karte raus und zeige ihnen ihr Ziel (was noch seeeehr weit weg ist) nach dem es aber schon fast 15.00Uhr ist und hinter uns erkennbar schlechtes Wetter aufzieht, weiß ich nicht, ob es nicht besser gewesen wäre, sie hätten umgedreht. Wir fahren weiter auf dem GR11 ab über Ref. De Otal 1745m, ab. Ab hier auf Schotter bis Bujaruelo 1300m, Wir sind überrascht, wieso uns plötzlich viele Wanderer begegnen, aber bis hierhin kann man von der Gegenseite mit dem Auto fahren. Wir wechseln über eine schöne alte Steinbrücke die Flussseite und  folgen weiter dem GR11, leider ist das nicht immer sonderlich gut fahrbar und wir müssen einiges schieben und auch tragen. Wir haben schon befürchtet, dass wir noch gut 10km zu Fuß gehen müssen, doch der Weg bessert sich und hat immer wieder sehr flowige Anteile, zum Schluss geht es dann noch mit richtig Speed durch den Wald und ein entgegenkommender Herr fragt uns, ob wir aus Neu-Ulm kommen?! Aber, der wurde von Alberto „Gebrieft“ und kommt auch von unserem Campingplatz. Zum Schluss fahren wir dann noch einige hundert HM auf der Teerstraße ab und sehen von hier aus unglaubliche Felstürme (mehr davon wird es dann morgen geben). Letztlich kommen wir heute schon um 17.00Uhr auf dem Campingplatz in Torla 950m an.  Herme hat sich sein Schaltwerk übel verbogen, aber Charly kann das (unter der Aufsicht von Alberto) wieder richten. Wir kochen wie üblich und genießen noch einen schönen warmen Abend.